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Postkutschenreisen

Reisen nach und in Italien

 

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Im vierspännigen Jagdwagen durch die Toskana (Tour 9.1)

Siena - Maremma oder Maremma - Siena

Postkutschenfahrt nach NeuschwansteinDiese Toskana-Reise führt mit vierspännigen leichten Jadgwagen und Jagd-Breaks von Siena durch das braune Hügelland südlich der Stadt hinein in die weiten Eichenwälder bishinunter in das ehemalige Sumpfland der Maremma-Ebene östlich und südlich von Grosseto und in das Naturschutzgebiet Uccellina mit seinen berittenen Pferde-und Rinderhirten. Für die Nacht bleiben wir auf privaten Schlössern und Gütern sowie Privatgestüten mit einfachen, sauberen Quartieren, häufig umgeben von weiten Olivenhainen und großen Weingärten. Manche der Wege, oft ehemalige Maultierpfade, sind fast zugewachsen, steil und eng, so daß eine große Postkutsche hier nicht mehr fahren kann. Deswegen nehmen wir unsere leichte Jagdwagen und Jagd-Breaks. Für den Gepäcktransfer von Ort zu Ort ist gesorgt. In einigen der Übernachtungsstationen sind wir Gäste des Hausherrn, des Padrone; man nimmt uns in die Familie auf und behandelt uns eher als Gast denn als Tourist. Die Mahlzeiten sind einfach, sehr reichlich und immer aus den einheimischen Produkten zubereitet. Während des Tages werden wir öfter ein Picknick machen, irgendwo an einem Fluß oder in den Feldern und Wälder: Wein, Brot, Schinken, Oliven!

Eine Foto-Auswahl von Toskana-Reisen im Jagdwagen sehen Sie in der Fotogalerie.

Dauer:
6 Tage Reise, 7 Übernachtungen im DZ

Termine und Preise

 

Reiseplan Tour 9.1

Das Toskana-Abenteuer

Unsere Pferde sind das Schwere Warmblut der Alt-Oldenburger Rasse und der Kladruber, jener Pferde, die die Staatskarossen des Wiener Hofes gezogen haben.

Unsere Kutschen sind die klassischen Jagd-Breaks, die Platz für 8 Personen je Wagen bieten und von einem Viererzug gezogen werden.

Der Gepäck-Transfer erfolgt durch uns; bitte bezeichnen Sie Ihr Gepäck mit Ihrem Namen. Sie brauchen nicht zuviel Gepäck, da nirgendwo formelle Kleidung erforderlich ist. Trotzdem kleiden wir uns zum Abendessen bei den gastgebenden Familien etwas um.

 

1. Tag:
Man reist individuell an nach Siena ins Hotel "Castagneto" am Rande der historischen Altstadt mit wunderbarem Blick auf die Zitadelle und trifft sich spätestens um 19.00 Uhr an der Reception des kleinen Hotels. Am Abend besuchen wir die Piazza del Campo, einen der schönsten Plätze Europas, wo im Sommer das berühmte Pferderennen, der Palio, abgehalten wird. Abendessen in einem guten Ristorante in der Altstadt.

2. Tag:
Früh am Morgen starten wir mit den Gespannen vom örtlichen Reitstall, etwas außerhalb der Stadt, für den Transfer ist gesorgt. Auf stillen Landstraßen fahren wir südwärts. Bald schwenken wir auf weiße Naturwege und in die dichtbewaldeten Hügel. Am Naturschutzgebiet des oberen Merse halten wir für ein Picknick. Entlang einer seit langem aufgegebenen Straße über dem Fluß Merse kommen wir in den kleinen Ort Monticiano, wo wir auf der Piazza einen kleinen Imbiß einnehmen. Bald sind wir von den Dorfbewohnern umringt, die Pferde und Wagen fachmännisch begutachten. Nach weiteren 1 ½ Stunden Fahrt entlang der kleinen Landstraße biegen wir hinunter auf den holperigen Weg, der uns bald den steilen Berg hinauf zur Burg Luriano führt. Hier unterhält die Marquesa Misciatelli ein Gestüt, auf dem noch die alte italienische Rasse des Persano-Pferdes gezüchtet wird. Die Burg, aus Natursteinen gebaut, herrscht, soweit das Auge reicht, über das Land hügeliger Eichenwälder, voll von Wildschweinen. Im Jagdhaus finden wir einfache, saubere Räume für die Nacht, eine Art Rittersaal mit offenem Feuer lädt uns zum Abendessen, das von der freundlichen Köchin bereitet und serviert wird. Abends werden wir noch lange bei gutem Rotwein am Feuer sitzen.

3. Tag:
Nicht zu spät spannen wir an und verlassen den Hof, jedoch zuerst fahren wir hinauf in den Burghof, wo uns die Marquesa mit einem kleinen Trunk empfangen wird. Dann geht's hinunter den steilen Burgberg, hinaus auf die Straße; ein bis zwei Kilometer weiter biegen wir ab in die wilden Wege durch die Eichenwaldwildnis. Ab und an müssen wir über einen Bach oder ein Flüßchen, manchmal hat kurz zuvor ein kräftiger Regenguß die Brücke weggewaschen, und wir müssen "alle Mann" Steine und Holzprügel schleppen, um über das Prallufer in das Flußbett fahren zu können. Nach Verlassen der Wälder bietet sich uns ein weiter Blick hinaus auf die Ebene der unteren Maremma, bei guter Sicht bis ans Thyrennische Meer. Kurz darauf (nach einem Gefälle von 25%) stehen wir vor dem Tor der Fattoria di Peruzzo, dem großen Wein- und Olivengut des Herrn Marucchi, wo wir zwei Nächte verbringen werden. Der Hausherr selbst wird uns willkommen heißen und alsbald zum Essen führen. Herrliche Zimmer, ein bezaubernder Blick über Olivenhaine, Weingärten und Eichenwälder (6.000 ha!).

4. Tag:
Entspannung, Wandern, ein Ausflug zu den Etrusker-Ausgrabungen von Roselle, nach Massa Marittima oder zu den Mönchen nach San Antimo, wo wir den Gregorianischen Gesängen lauschen können. Abends wieder ein üppiges toskanisches Mahl.

5. Tag: Am frühen Morgen verlassen wir das gastliche Peruzzo und fahren über weites, flaches Land mit großen Bauernhöfen beiderseits des Weges. Wir treffen auf keine größere Siedlung. Erst kurz vor Mittag kommen wir nach Paganico, einem ummauerten Städtchen, wo wir unser Picknick kaufen und kurz darauf am Ufer des Ombrone rasten. Etwa 1 ½ Stunden später erreichen wir Poggio Caiano bei Campagnatico, einen vorbildlichen Reit- und Zuchtstall. Hier verbringen wir die Nacht. Abendessen wird im Haus der (Südtiroler-) Besitzer serviert.

6. Tag:
Heute liegt das längste Stück des Weges vor uns (ca. 50 km). Deshalb ein früher Start. Offenes Land, versteckte Höfe, z.T. rauhe Naturwege. Keine Taverne, kein Dorf auf weite Strecken. Bei Istia d'Ombrone überqueren wir den Fluß. Irgendwo an einer Furt oder auf einem Bauernhof werden wir die Pferde tränken und unser Picknick nehmen. Am Abend erreichen wir die Küste und das Dorf Alberese, eine Ansiedlung bestehend aus einem (ehemals) Groß-Herzoglich-Habsburgischen Palast, einigen Häusern, einer ehemaligen Artilleriekaserne und einem großen Staatsgut für die Zucht der berühmten Maremmarinder und -pferde. Hier hüten die berittenen Hirten, die Butteri, seit Jahrhunderten diese halbwilden Herden. Wir werden für zwei Nächte den Palast beziehen, abends treffen wir uns zu einem guten Abendessen in einem ausgesuchten Restaurant.

7. Tag:
Wir werden einen Tag hier verbringen, mit unseren Gespannen durch die Sümpfe und Sanddünen fahren, das riesige Naturschutzgebiet besuchen. Wer etwas reiten kann, hat vorher die Möglichkeit, ab 07.00 Uhr mit den berittenen Hirten einen mehrstündigen Arbeitsritt zu machen. Abends feiern wir in einem ausgezeichneten Fischrestaurant in Rispescia unseren Abschied von denjenigen unserer Gäste, die nach einer weiteren Nacht im Palazzo morgen die Heimreise antreten.

8. Tag:
Am Morgen nach dem Frühstück endet die 6-tägige Toskana-Reise Tour #9.1.Wir können für einen Transfer von Alberese ins ca. 10 km entfernte Grosseto sorgen, wo etwa stündlich die Eisenbahnlinie Rom - Genua hält. Denjenigen, die mit dem eigenen Wagen nach Siena angereist sind, haben wir bereits die Fahrzeuge nach Alberese überführt.

 

Besondere Wünsche:
Einzelzimmerzuschlag

 

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