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Postkutschenreisen

Reisen in Thüringen und Sachsen

 

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Goethe-Reise
Weimar - Thüringer Wald - Meiningen und/oder zurück (Tour 13)

Kutschenfahrten in Thüringen und SachsenMit der Postkutsche auf der Klassikerstraße.

Dauer:
5 Tage Reise, 6 Übernachtungen im DZ, garni, Rücktransfer

Termin:
Weimar - Meiningen:
Termine nach Vereinbarung für mindestens 8 Gäste
Meiningen - Weimar:
Termine nach Vereinbarung für mindestens 8 Gäste

inkl. 6 Übernachtungen mit Frühstück und Rücktransfer von Meiningen nach Weimar
mindestens 8 Gäste

 

Reiseplan Tour 13

Thüringen mit seiner zentralen Lage verfügte im 18. und 19. Jahrhundert über ein gut ausgebautes Netz von Postverbindungen. In Erfurt, dem Mittelpunkt des Thüringischen Post- und Geleitwesens, kreuzten sich die beiden wichtigsten deutschen Handelsstraßen. Mit der Beförderung schriftlicher Nachrichten waren der Frachtverkehr und der Postreiseverkehr für Personen verbunden. Noch reiste man zu Fuß, aber auch zu Pferd und, mit der Verbesserung der Wege, auch zunehmend mit der Kutsche. Die in gemächlicher Fahrt durch die Lande fahrenden Postkutschen ermöglichten die aufkommende Reiselust, sie erschlossen die europäische Welt. Der Ausbau fester Straßen, der sogenannten Chausseen, erleichterte ein schnelleres und gefahrloseres Vorankommen. Es war die Zeit der Grenzsteine, der Postmeilen- und Wegesäulen, die Richtung und Entfernung anzeigten. An den Poststationen, den sogenannten Relais, fanden die Postillione die notwendige Ausrüstung an Material sowie die Wechselpferde vor.

Die Postkutschenzeit ging mit dem Siegeszug der an Geschwindigkeit überlegenen Eisenbahn zu Ende. Das Traben der Rosse, das Rollen der Eisenräder, das Blasen des Posthorns sind verklungen. Unwillkürlich drängen sich Bilder der Vergangenheit auf, wenn wir heute von Postkutschen und Postillionen hören oder lesen. Der "Schwager", mitunter auch sein Conducteur, saß vorn auf dem Bock. Er trug die ganze Verantwortung für Wagen, Pferde, Passagiere, und war Wind und Wetter, mitunter auch Überfällen ausgesetzt. Die Passagiere mussten sich zur angegebenen Zeit im Posthaus einfinden, die Postkutsche brauchte nicht zu warten. Die Reihenfolge bei der Einnahme der Sitzplätze richtete sich nach der Zeit der Anmeldung und der sofortigen Bezahlung. Eine saubere, im Winter geheizte Stube stand oft als Warteraum zur Verfügung. Der Postmeister durfte gegen entsprechende Bezahlung den Durchreisenden Essen, Tee, Kaffee und Wein anbieten sowie zur Nachtzeit ein Lager. Nicht von ungefähr befanden sich daher Posthalterei und Postexpedition meist in einem Gasthof. Jeder Benutzer erhielt einen Postzettel, auf dem vermerkt wurde, mit wieviel Pferden und zu welcher Zeit die Postkutsche angefahren war. Der Beleg diente als Kontrolle des Postillions, der diesen, mit einer Einschätzung des Reisenden versehen, bei der Ausgangsstation wieder abliefern musste.

Das Posthorn hat bis heute einen hohen Symbolwert. Es wurde von der Einfahrt durchs Stadttor bis zur Post geblasen. Die Festlegung bestimmter Signale war von besonderer Bedeutung: Schon von der Ferne konnten Extrapost, Schnellpost oder Reitpost unterschieden werden. Vor allem wusste man in der Posthalterei auf Grund der Signale, wieviel Pferde benötigt wurden, ob der Postillion einen neuen Wagen oder gar Ablösung brauchte oder ob er ausspannen würde. Der Klang des Posthorns konnte aber auch "Zur Hilfe" bedeuten.

Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel oder Robert Schumann verarbeiteten Posthornthemen. Für Johann Wolfgang Goethe, einem der reisefreudigsten Dichter seiner Epoche, wurde die Postkutschenreise in seinem Gedicht "An Schwager Chronos" gar zum Gleichnis für die Lebensreise schlechthin. Adalbert von Chamisso, Joseph von Eichendorff und Heinrich Hoffmann von Fallersleben besangen die Post, den Postillion, das Posthorn. Viele Maler widmeten sich diesem Thema.

Ein Stück Poesie ist mit der Postkutsche entschwunden, die der Bevölkerung ans Herz gewachsen war. Heute wird bereits die Eisenbahn romantisierend betrachtet. Doch Vergangenes kann erlebbar werden; ein Postillion in Original Postillionsmontur lenkt die schwere vierspännige Postkutsche aus dem Jahr 1860. Die Kutsche bietet Platz für 9 Gäste.

1. Tag:
Ausgangsort ist das historische Weimar, die Wirkungsstätte Johann Wolfgang von Goethes.
Eines der schönsten Hotels wird Sie am ersten Tage aufnehmen, am Nachmittag haben Sie die Möglichkeit, an einer guten Führung durch die Altstadt und den Park Belvedere mit dem Gartenhaus Goethes teilzunehmen. 

2. Tag:
Am zweiten Tage geht die Fahrt vom Herzen Weimars auf alten Reichsstraßen zum Wasserschloss Großkochberg, wo in einfachen Quartieren in herrlicher Umgebung übernachtet wird. Schloss Kochberg gehörte zu Goethes Zeiten der Frau Charlotte von Stein, Freundin und Gönnerin des jungen Goethe, der sie hier häufig besuchte.  

3. Tag:
Von Schloss Großkochberg führt der Weg über kleine Dörfer nach Großliebringen zum Burghotel "Edelhof", wo wir in historischer Umgebung die Nacht verbringen.

4. Tag:
Zunächst fährt die Postkutsche zur Klosterruine Paulinzella, danach zur kleinen Museumsbrauerei Singen, die als Mini-Familienbetrieb die DDR durchstanden hat und ein durchaus bemerkenswert gutes Bier braut. Wie in einer Idylle aus dem vorletzten Jahrhundert sitz man unter alten Bäumen und läßt sich das jede Woche einmal gebraute Bier schmecken.
Abends erreichen die Gäste die Goethe- und Universitätsstadt Ilmenau, vormals mit bedeutenden Silber- und Kupferbergwerken, heute noch Glas- und Porzellanherstellung.
In seiner Eigenschaft als Bergwerksverantwortlicher seines Herzogs war Goethe häufig hier, um den Bergbau wieder zu beleben. Wir fahren hinauf auf die Höhe des Thüringer Waldes und übernachten im Berg- und Jagdhotel Gabelbach, ganz in der Nähe des kleinen Jagdschlösschens und der Waldhütte, in welcher das Gedicht "Über allen Wipfeln ist Ruh..." entstanden war.

5. Tag:
Über den Rennsteig und die schier endlosen Waldwege fahren wir zum Stutenhaus, einem guten Gasthaus am Adlersberg, ein grandioser Blick über die bewaldeten Höhen bietet sich dem Schauenden.
Hinunter übers Ziegenrück in das mittelalterliche Schleusingen mit seiner imponierenden Bertholdsburg. Im Hotel "Zum Goldenen Löwen" am historischen Marktplatz steigt man stilgerecht ab.

6. Tag:
Nicht zu früh am sechsten Tage fährt die Postkutsche mit Hörnerklang vor dem "Goldenen Löwen" vor, die Fahrt führt durch ein stilles Tal zum Kloster Veßra, heute auch ein Hennebergisches Museum. Im Gasthof "Löwen" ist Mittagspause. Die weitere Route führt ins Werratal, entlang dem Flüsschen, zumeist auf Feldwegen, zu kleinen Dörfern, bis man bei Obermaßfeld wieder auf belebtere Straßen trifft, die uns dann nach Meiningen führen. Dort fährt man vor dem stattlichen Hotel "Sächsischer Hof" vor. Abends besteht die Gelegenheit, das bekannte Meininger Theater zu besuchen.

7. Tag:
Am siebten Tag fahren die Gäste mit unserem Transferbus zurück nach Weimar.

 

Besondere Wünsche:
Einzelzimmerzuschlag

Auf Wunsch:

Am 1. Tag: Stadtführung in Weimar

                 Abendessen im "Elephantenkeller"

Am 2. Tag: ein Kammerkonzert

Am 4. Tag: Gourmet-Essen im Berg- und Jagdhotel Gabelbach

Am 5. Tag: zur eigenen Verfügung

Am 6. Tag: Theaterbesuch in Meiningen, Abendessen im "Sächsischen Hof"

 

Transfer Ihres Wagens von Weimar nach Meiningen

 

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