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Postkutschenreisen

Reisen mit der Pferdekutsche in Ungarn

Im vierspännigen Jagdwagen durch Ungarn
(Tour 12)

Kutschenfahrten in UngarnDiese Reise beginnt in Wien und endet in Budapest, Ungarns Hauptstadt. Während der gesamten Tour begleitet uns eine ungarisch-, deutsch-, englisch- und italienisch sprechende Führerin. Die Kutschreise wird mit bis zu vier Jagd-Breaks und Jagdwagen (Vierspänner) gefahren. Neben unseren eigenen Gespannen konnte ich den bekannten ungarischen Fahrer Fülöp, István und seine berühmten Lipizzaner-Hengstvierzüge gewinnen.

Zwei Gebiete Ungarns werden wir durchfahren:
In West-Ungarn, südlich des Neusiedler Sees und nahe der Ungarisch-Österreichischen Grenze führt die Route meist von Schloß zu Schloß.
In Mittel-Ungarn, dem Gebiet zwischen Budapest und Kecskemét, werden wir die Puszta durchfahren (siehe Karte). Hier sind die Quartiere etwas einfacher, doch habe ich versucht, auch dort die besten Plätze zu finden. Schlösser wie in West-Ungarn gibt es hier weniger, haben doch die ungarischen Adligen sich ihre Residenzen früher möglichst nahe an Wien, der Hauptstadt der K.u.K.-Donaumonarchie erbaut; ihre Güter und Besitzungen in der Puszta haben sie nur hin und wieder im Sommer inspiziert.

Dauer:
14 Tage Reise, 13 Übernachtungen, Vollpension

Termin:
nach Vereinbarung für mindestens 12 Gäste

Auf Anfrage

Inbegriffen im Preis:
alle Übernachtungen (im Doppelzimmer) vom 01. - 14. Tag (13 Nächte)
alle Bustransfers (Budapest-Nagycenk, Sárvár-Kecskemét, Apaj-Budapest)
alle Mahlzeiten vom Abendessen des 2. Tages bis zum Mittagessen des 13. Tages.
Alle Getränke zum Essen
Englisch-, deutsch- und ungarisch sprechender Reiseführer/in ab Mittag des 2. Tages bis zum Abend des 13. Tages
Gepäcktransfer während der Kutschreise

Reiseplan Tour 12

1. Tag: Wien
Individuelle Ankunft in Wien und Transfer zum Hotel Stefanie. In der Nähe ist die Fußgängerzone mit all ihren Einkaufsmöglichkeiten. Abendessen und Frühstück im Hotel auf eigene Rechnung, die Übernachtung ist im Preis eingeschlossen

2. Tag: Wien - Nagycenk
Der Vormittag steht für eigene Unternehmungen zur Verfügung.
Um 16.00 Uhr: Unsere englisch, deutsch und ungarische sprechende Reiseführerin trifft Sie in der Hotel-Lobby. Transfer mit Bus vom Hotel Stefanie zum Schloß Nagycenk, in der Nähe von Sopron, südlich des Neusiedler Sees.
Ca. 18.00 Uhr: Ankunft auf Schloß Nagycenk. Dieses große Schloß war in der Zeit vor den Kommunisten der Besitz des Grafen Széczényi, ein berühmter Reformer des wirtschaftlichen und sozialen Lebens in Ungarn. Heute ist hier in einem der Flügel des weitläufigen Schlosses noch eine Hengststation untergebracht, die wir unter Führung von Tóth, Laszlo, dem ehemaligen Leiter dieser Station, besichtigen werden.
Abendessen mit Zigeunermusik; Übernachtung im Schloß.

3. Tag: Nagycenk - Röjtökmuszaj
Am Vormittag Abfahrt der Kutschen vom Schloß; das Gepäck wird mit dem Begleitfahrzeug überführt. Kutschfahrt durch das weite Naturschutzgebiet südlich des Neusiedler Sees (ungarisch: Fertö), eines sehr flachen Steppensees, der mit seinen riesigen Schilfufern fast zusehends verlandet. Mittags ein Picknick. Besuch des großen Barockschlosses der Fürsten Esterhazy in Fertöd (früher: Esterhaza). Haydn hat hier etwa 30 Jahre als Hofmusikus verbracht. Abends erreichen wir das Schloß Röjtökmusaj, liebevoll restauriert zu einem Luxushotel, in welchem es uns an nichts fehlen wird: Umfangreiche Wellness-Einrichtungen stehen uns zur Verfügung, dazu ein herrlicher Park. Abendessen und Übernachtung im Schloß.

4. Tag: Röjtökmusaj
In dem herrlichen Schloß legen wir einen Tag zur Entspannung ein; wer Lust hat, kann mit den Kutschen einen Tagesausflug in die Wälder um das Schloß machen, dazu ein Picknick. Abendessen und Übernachtung im Schloß.

5. Tag: Röjtökmusaj - Örag Malom
Nach dem Frühstück Abfahrt der Kutschen von Schloß Röjtökmuszaj. Fahrt durch Wälder und offenes Land. Mittagspause in einer Czarda (Czarda nennt man in Ungarn die Wirtshäuser entlang der Straße, wo früher auch Pferde gewechselt werden konnten). Weiterfahrt der Kutschen. Am späten Nachmittag erreichen wir das Romantik-Hotel "Örag Malom" (Alte Mühle), ein guter Platz, auch die Nacht zu verbringen. Abendessen und Übernachtung in "Örag Malom".

6. Tag: Örag Malom - Bozsok
Nach dem Frühstück Abfahrt der Kutschen von "Örag Malom". Durch die dichten Wälder führt uns der Weg nach Köszeg, einer mittelalterlichen, ummauerten Stadt, die in den Türkenkriegen eine große Rolle gespielt hatte. Hier hatte ein Handvoll Husaren die Stadt erfolgreich gegen eine Übermacht des türkischen Heeres verteidigt. Wir schauen uns den mittelalterlichen Stadtkern an und essen anschließend (natürlich!) in historischen Gasthof "Zum Blauen Husaren", hier sind die Spezialitäten Fisch- und Wildgerichte. Die weitere Reise führt uns dicht entlang der Grenze, dem früheren Eisernen Vorhang. Tief im Wald halten wir vor einem versteckten Schloß, Bozsok, gebaut im 16. Und 17. Jahrhundert. Abendessen und Übernachtung im Schloß Bozsok.

7. Tag: Bozsok - Vasszéczényi Uj
Ein längerer Tag erwartet uns; in einem weiten Bogen umfahren wir die Stadt Szombatelyi südwestlich und südlich. Zum Mittag machen wir entweder ein Picknick oder halten vor einer einfachen Czarda. Am Abend erreichen wir das Schloß Uj nahe Vasszéczényi (=Eisen-Széczényi). Abendessen und Übernachtung im Schloß Uj.

8. Tag: Vasszéczényi Uj - Sárvár
Nur eine kurze Distanz trennt uns von Sárvár, einer Stadt von ca. 10.000 Einwohnern. Sárvár war bis Ende des Zweiten Weltkrieges die Heimat einiger Wittelsbacher aus Bayern: Der letzte bayrische König, Ludwig III, hatte hier vor seiner Regierungszeit ein Mustergut für Milchprodukte aufgebaut, das bis weit hinein nach Westeuropa auslieferte. Daher stammt auch sein Spitzname, der "Milli-Kini". Dazu gab es hier ein großes Gestüt, wo die berühmten ungarischen Halbblüter, die "Jucker", gezogen wurden. Der Großneffe des Mill-Kini, Prinz Ludwig von Bayern, konnte in den letzten Kriegstagen mit einem Großteil der Pferde vor den anrückenden Sowjets fliehen und im bayrischen Leutstetten bei Starnberg das Gestüt neu aufbauen. Hier habe ich übrigens als 15-jähriger meine ersten professionellen Erfahrungen mit Pferden gemacht. Wir bleiben im "Danubius Thermal" Hotel Sárvár für Abendessen und Übernachtung. In der Stadt gibt es jede Möglichkeit zum Einkauf und zu Besichtigungen. Hier endet der West-Ungarische Teil der Reise.

9. Tag: Sárvár - Gérebi Kuria
Am Vormittag besteht noch die Möglichkeit zu eigenen Unternehmungen in Sárvár. Mittags bringt uns ein Bus nach Mittel-Ungarn, in die Nähe von Kecskemét, eine etwa dreistündige Fahrt. Gérebi Kuria, ein Gutshof, liegt schon in der Pußta; wir werden Gelegenheit haben die Czikos, die berittenen Pferdehirten bei ihren Reiterkunststücken zu sehen. Abendessen und Übernachtung auf dem Gutshof "Gérebi Kuria".

10. Tag: Gérebi Kuria - Uj Tanya
Nach dem Frühstück fahren die Kutschen ein kurzes Stück nach Uj Tanya, wo wir eine gute Schau ungarischer Pferdehirten, ihrer Pferde und Rinder, sowie ihrer Gespanne erleben. Ein ländliches Mittagessen rundet diesen Besuch ab. Übernachtunbg in der Nähe von Uj Tanya.

11. Tag: Uj Tanja - Pongratz Tanya/Kérékegyhaza
Am Morgen fahren wir auf kleinen Wegen durch Wälder und freies Land. Mittags erreichen wir eine wunderschön gelegene Tanya (Gutshof), wo wir noch eine Vorführung der Czikos und ihrer Pferde erleben. Nach einem reichen Mittagessen führt uns der Weg in ein Naturschutzgebiet mit flachen Seen und ausgedehnten Wanderdünen. Die Nacht verbringen wir in Kérekegyhaza

12. Tag: Kérékegyhaza - Sarlospuszta
Nach dem Frühstück wieder auf die Kutschen, die Fahrt geht zu einem weiteren Naturschutzgebiet. Das Land ist flach und weit, der Boden sandig, gelegentlich mit niedrigen Bäumen bewachsen, die Landschaft einsam, viele Sanddünen. Vielleicht trefen wir auf Silberreiher und Großtrappen, die es hier noch gibt. Picknick machen wir in Gál Tanya, einem lieblichen Platz abseits von allem Trubel. Abends kommen wir an einen versteckten Platz im Wald, nach Sarlospuszta, einem kleinen Gestüt mit guter Küche und akzeptabler Unterkunft

13. Tag: Sarlospuszta - Apaj
Morgens geht es zur letzten Etappe dieser Kutschreise: Wieder weites, offenes Land, bisweilen überschwemmt von einem Soda-See. Große Güter bzw. LPGen. In der endlosen Weite ohne Landmarken und häufig in mehr als mannshohem Gras wird für die Gespannfahrrer die Orientierung schwierig. Mittags Picknick an einem Puszta-Ziehbrunnen. Am späten Nachmittag erreichen wir Apaj, einer der größten landwirtschaftlichen Betriebe Ungarns. Hier endet die Kutschreise durch Ungarn. Nach einem kräftigen Abschiedstrunk besteigen die Gäste den Bus, der sie zurück nach Budapest ins Hotel Hyatt Regency bringt. Übernachtung dort ist inklusive, Abendessen und Frühstück auf eigene Kosten.

14. Tag: Rückkehr
Weiterfahrt in eigener Regie.